In Lima werden aufgrund der Volksreligiosität und des Aberglaubens Statuen und heilige Bilder auf Friedhöfen auf den Dächern von Grabnischen „begraben“, da die Vorstellung von Ketzerei, Bestrafung und Angst in der sozialen Vorstellungswelt latent vorhanden ist. Auf diese Weise befinden sich diese Bilder an einer Schwelle: weder auf der Erde noch im Himmel.
Einblick auf die Dächer des Central Friedhof in Lima
Avellaneda sammelte Objekte und Überreste von den Dächern des Allgemeinen Friedhofs in Lima und verwandelte sie dann in eine Skulptur persönlicher Natur. Ausgehend vom Bild des Jesuskindes und den Wachsabdrücken der Hände des Künstlers und unter Einbeziehung von Transfusions- und Injektionsröhrchen – die in einer mit „Blut“ gefüllten Urne platziert sind – wirft der Künstler Überlegungen und Fragen zur katholischen Kirche in Bezug auf sexuelle Zweideutigkeit, Fanatismus, Hingabe, Aufopferung und die Vollendung des Lebens auf.
„Marias Kuss“, Bearbeitete Fundstücke aus dem Friedhof, Gipsfiguren und Wachs
„Marias Kind“, Bearbeitete Fundstück aus dem Friedhof, Gipsfigur, Strumpfhose und Präservativ
„Glaubenspenetration“, Bearbeitete Fundstücke aus dem Friedhof Gipsfiguren, Strumpfhosen und Präservativ„Marias Kind“, Bearbeitete Fundstücke aus dem Friedhof Gipsfiguren, Strumpfhosen und PräservativAusstellung „Mein Leben“, cubus-Kunsthalle, Duisburg 2024
Ausstellung „Todesbilder“, Museum Bochum, 1999Ausstellung „Todesbilder“, Museum Bochum, 1999Ausstellung „Todesbilder“, Museum Bochum, 1999Ausstellung „Todesbilder“, Museum Bochum, 1999Ausstellung „Todesbilder“, Museum Bochum, 1999